Sicherheitsleitsysteme

Leitsysteme werden zur Kennzeichnung von Flucht- und Rettungswegen eingesetzt. Sie sind nachleuchtend, um bei Ausfall der Beleuchtung oder starker Rauchentwicklung und schlechten Sichtverhältnissen immer noch gut erkennbar zu sein. Fluchtwegskennzeichnungen werden knapp über dem Boden angebracht, da dort meist noch eine rauchfreie Zone besteht. Die Gestaltung der Sicherheitsleitsysteme ist in der ASR A3.4/3 und der DIN 67510-3 geregelt.

Mittels Markierungen, Kennzeichnungen und Wegweisern am Boden bzw. an der Wand in Bodennähe werden Fluchtwegs-Hinweise und Standorte von Rettungsequipment gezeigt. Bei der Gefahr von Verrauchung oder Fluren von mehr als 3,6 Meter Breite müssen die Kennzeichnungen beidseitig angebracht werden. Die Sicherheitsleitsysteme müssen durchgehen angebracht werden, dabei werden mindestens drei Zeichen, Pfeile oder Symbole pro Meter als „durchgehend“ angesehen.

Die Fluchtwegskennzeichnung muss entweder langnachleuchtend oder elektrisch beleuchtet sein. Ebenso müssen Gefahrenstellen, wie wie Stufen, Treppenkanten oder Kurven erkennbar sein. Die Fluchtrichtung wird durch ein Sicherheitszeichen „Rettungsweg/Notausgang“ (E001 bzw. E002) in Verbindung mit einem Zusatzzeichen (Richtungspfeil) gemäß ASR A1.3 gekennzeichnet.

Für nachleuchtende Leitmarkierungen gilt, dass diese nach 10 Minuten noch mindestens 80mcd/m² (Millicandela/m²) und nach 60 min nicht weniger als 12 mcd/m² Leuchtkraft aufweisen müssen.

Fluchttüren in Rettungswegen müssen mit einem nachleuchtenden Markierungsband gekennzeichnet werden, um den Flüchtenden auch bei schlechten Sichtverhältnissen eine Orientierung zu ermöglichen. ebenso müssen Treppen mit nachleuchtenden Warnmarkierungen versehen werden. Während bei der ASR A1.3 die Markierung der ersten und letzten Stufe ausreichend ist, empfehlen wir, auch die Zwischenstufen mittels nachleuchtenden Punkten, Quadraten oder Treppenpiktogrammen zu kennzeichnen.